27. Plattdeutsche Teestunde

Ik wäre dabie……

“ 15. Februar 1945 Offizierskasino Flugplatz Broitzem: Schnarrende, blasierte, immer noch an den „Endsieg“ glaubende Offfiziere.

Hacken knallende Ordonanzen…

Dagegen 15. Februar 2019: Närrisch gekleidete und karnevalistisch-lustige Menschen, die unbeschwerte Stunden erhofften und deren Hoffnungen sich über alle Maßen erfüllten  –  welch ein Kontrast nach 74 Jahren !“

Im genannten Raum, dessen Architektur  die düstere Vergangenheit nur noch erahnen lässt, versammelten sich schon über eine Stunde vor offiziellem Beginn ca. 70 Bürgerinnen und Bürger, um der nun mehr „27. Plattdeutschen Teestunde“ beizuwohnen. Diese, vom Weststädter Ehepaar Heide und Hans-Werner Quast schon sehr viele Male gemeinsam geplante Veranstaltung, war wiederum überaus gelungen!

Begrüßt von Hans-Werner Quast wurden u.a. die Braunschweiger Bürgermeisterin Annegret Ihbe.

Gleich zu Beginn erhielt das Ehepaar Quast von der Wirtschafterin des Kulturpunktes West, Frau Porzig  , ein mit Teebeuteln dekoriertes Blumengebinde.

Musikalisch begleitet wurde die Plattdeutsche Teestunde durch Johannes Rohr. Bei von ihm untermalten Schunkelliedern und Gassenhauern erwiesen sich die an die Wand geworfenen Texte trotz allgemeiner Textsicherheit doch sehr hilfreich. Nach und nach traten nach gesanglichen Einlagen mit plattdeutschen Geschichten, Sketchen usw. auf: Marianne Schulz , Elisabeth Mandera-Bolm, H-W. Quast/Maic Ullmann, Sieglinde Schaller, Uwe Fröhlich, Ursula Heydemeyer, Heide Quast,Heiner Dickhut, Friedhelm Füllekrug

Hans-Werner Quast als nicht ganz sprachgewandter und nörgelnder „Knecht“ gemeinsam mit Maic Ullmann als „Bauer“. Heide Quast als „Putzfrau mit Bildungshintergrund“ und dem nicht Fremdwortsicheren Heiner Dickhut. Uwe Fröhlich aus Wendeburg schildete kurz seine plattdeutsche Kindheit, seinen postalischen, maritimen und „kriminellen“ Werdegang sowie seine qualvollen Erfahrungen mit dem „Sandkäken“ von Else Deyhle aus Wendeburg.

Eine riesige und überaus gelungene Überraschung war der Auftritt der 4 Braunschweiger Originale, nämlich,- Harfen-Agnes, -Teeonkel, -Rechenaugust und -der Deutsche Hermann, welche nacheinander die realen Lebenswege  die Personen nachzeichneten. Teils endeten die Lebenswege trotz des vermeintlich lustigen Hintergrundes tragisch, d.h. letztlich Mord durch seinerzeitige Schergen des Nazi-Terrorregimes…!

Man freut sich auf die 28. Plattdeutsche Teestunde am 15. November 2019  –  also bitte in den Kalender eintragen; Nichtteilnahme dürfte dann sehr bedauert werden!!!

Uwe Fröhlich

Nikolaussingen – Ich war auch dabei!

Am Nikolaustag, Donnerstag, den 06. Dezember 2018, fand wieder einmal in unserem Einkaufszentrum Elbestr. ein Nikolaussingen statt mit vielen sangesfreudigen „Nikoläusen“. Zu diesem besonderen Event in der Adventszeit hat der Bürgerverein der Weststadt aufgerufen und Werbung dafür gemacht. Diesem Ruf sind immerhin etwa 130 Personen gefolgt.

Damit an diesem gar nicht mal so kalten Nachmittag die Nikoläuse gut bei Stimme und Stimmung sind, wurde von Heide Quast und Roman Hackauf, Urgesteinen des Bürgervereins, reichlich Glühwein ausgeschenkt. Von H.-W. Quast – ehemaliger langjähriger Vorsitzender des Bürgervereins – wurde ab 17:00 Uhr die versammelte Gemeinschaft zum Singen von Advents- und Weihnachtsliedern ermuntert.

Um nicht immer nur die 1. Strophe zu singen, die viele noch im Sinn haben, wurden mit Hilfe von Laptop und Beamer die Texte an eine Bildwand geworfen, damit sie jeder lesen konnte.
Etwas verspätet traf dann noch ein Chor ein und zwar die singende Radwandergruppe „tramp tau“ aus Bortfeld ( von Rewe gesponsert). Einige aus dieser Gruppe begleiteten die Sänger mit Gitarre und Akkordeon, um auch denen etwas mehr Schwung beim Singen zu verleihen, die die Melodien schon mal gehört hatten, aber nicht so ganz sicher waren.
So gegen 18:30 Uhr waren alle vorbereiteten Lieder gesungen und man ging fröhlich und froh gestimmt auseinander. Im nächsten Jahr werden wir ganz sicher wieder dabei sein, wenn vom Bürgerverein der Ruf kommt :“Nun singet und seid froh“

Horst Klinkert

De Weststadt-Woche, ook op Platt!

Das passte ganz hervorragend: Die 21. Weststadtwoche als Lesewoche und darin eingebunden die 26. Plattdeutsche Teestunde – natürlich „op Platt“! Der Bürgerverein Weststadt e.V. hatte, wie immer an einem Freitag, diesmal am 9. November, zur Plattdeutschen Teestunde in den Kulturpunkt West (KPW) eingeladen und wieder war der Raum vor dem Kaminfeuer bis zum letzten Platz gefüllt. Die Mannschaft des KPW hatte alles gut vorbereitet, es gab Kaffee, Tee und leckeren Kuchen und dann ging es um 16:00 Uhr los mit der Begrüßung, zunächst durch Frau Porzig, der Leiterin des KPW, dann für den Bürgerverein durch Herrn Quast, der wie gewohnt gut durch den Nachmittag führte. Erstmals dabei war Johannes Rohr, der mit seinem Akkordeon den Nachmittag schwungvoll begleitete.

Herr Füllekrug überraschte mit einem Niedersachsen-Ratespiel, bei dem Frau Schaller den zweiten und Herr Pawel den vorletzten Platz erreichten. Frau Schulz –zum 26. Male dabei – berichtete dann ausführlich über Erlebnisse rund um das Zwetschgenklauen, gefolgt von Herrn Dohrendorf aus Meine mit einem launigen Bericht über einen Plattdeutsch-Nachhilfekurs, bei dem zuletzt das Kaffeewasser angebrannt war. Es folgten die unterhaltsamen Beiträge, natürlich ebenfalls alle op Platt, von Herrn Quast, der auch – mit großem Beifall der Anwesenden – den Mitarbeitern des KPW für die gute Betreuung dankte, Frau Bolm, Frau Schaller, Herrn Füllekrug, der zusätzlich ein neues Lied zum Mitsingen (op Platt) vorbereitet hatte, Herrn Dickhuth und schließlich gemeinsam von Frau Heydemeyer, Frau Quast und Herrn Dickhuth eine Szene bei der Eheberatung, alles im lockeren Wechsel mit Musik. Noch einmal kamen Herr Dohrendorf und Frau Bolm zu Wort, dann war auch schon die Zeit herum und Herr Quast dankte den Vortragenden für ihre Beiträge, Herrn Rohr für die Musik und allen anderen für ihr Kommen und Mitsingen. Gelegenheit zum Singen, zusammen mit „Tramp-tau“, dem radfahrenden Männerchor aus Bortfeld, gibt es auch wieder im improvisierten „Weststadt-Chor“ am Nachmittag des Nikolaustages, um 17:00 Uhr, im Einkaufzentrum Elbestraße. Und nicht zu vergessen: Die 27. Plattdeutsche Teestunde findet am 15. Februar 2019, wieder an einem Freitag und wieder ab 16:00 Uhr, im KPW statt, dann ganz sicher nicht frei von karnevalistischem Einfluß. Und wer dann nicht kommt, wird das verpassen.

Dieter Pawel