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Nikolaussingen 2017

Liebe Weststädter, schon zweimal hat der Bürgerverein zum Nikolaussingen eingeladen. Sie haben fleißig mitgesungen und allen hat es Spaß gemacht.

Darum geht es auch 2017 weiter!

Wir treffen uns am Mittwoch, den 06.Dezember, um 17: 00 Uhr im Einkaufszentrum Elbestraße,
um vorweihnachtliche Lieder zu singen. Gern auch im Nikolauskostüm. Begleitet werden wir als „WESTSTADTSINGERS“ wieder von der Band „Katibus“.

Die Firma REWE als Sponsor wird sich dankenswerterweise beteiligen. Im Anschluss gibt es Glühwein (1.-€) und IHRE selbstgebackenen Kekse, die sie bestimmt mitbringen.

Mit freundlichen Grüßen Ihr Bürgerverein

Auf den Spuren Luthers in Wittenberg

Während es an einem späten Septembertag in Braunschweig regnete und der Tag neblig begann, reisten dreiundvierzig Weststädter unter Organisation von Heide und Hans-Werner Quast vom Bürgerverein Weststadt e.V. mit dem ebenfalls in der Weststadt lebenden Busfahrer Friedhelm Traut zum 500. Jahrestag der Reformation in die Lutherstadt Wittenberg an der Elbe in Sachsen-Anhalt. Gegen Mittag erreichte die Reisegruppe bei strahlendem Sonnenschein den Wörlitzer Park, etwa dreißig Kilometer von Wittenberg entfernt. Bei einem kleinen Streifzug durch den in herbstlichen Farben scheinenden Park ging es am dortigen Schloss vorbei und ein Besuch in der St-Petri-Kirche mit dem dazugehörigen Bibelturm war auch noch drin. Auch hier predigte Martin Luther. Am frühen Nachmittag erreichten die Weststädter dann Wittenberg und wurden in zwei Gruppen zweieinhalb Stunden durch die Innenstadt geführt. Das Leben und Wirken Martin Luthers wurde den Gästen dabei auf jedem Meter, vor jedem historischen Haus von den beiden engagierten Stadtführern anschaulich dargestellt. Die Stadtkirche St. Marien, die Schlosskirche, das Lutherhaus und das Melanchthonhaus gehören seit 1996 zum UNESCO-Welterbe. Beginnend mit der prachtvollen Schlosskirche und der dazugehörigen bronzenen Kirchentür, an dem Luther einstmals seine Thesen anschlug, ging es weiter durch die Innenstadt über den großartig sanierten Rathausplatz mit den vielen Brunnen bis zu den Künstlerhöfen von Lucas Cranach dem Älteren, einem der berühmtesten Künstler seiner Zeit, wohlhabender Bürger der Stadt und einflussreicher Förderer von Luther. Danach besichtigte die Reisegruppe das Melanchthonhaus, in dem der berühmte Theologe, Philosoph, Dichter und Unterstützer der Reformation Philipp Melanchthon lebte. Zum Abschluss der gelungenen Führung wanderten die Gäste aus Braunschweig über den großen Hof des Lutherhauses, dem ehemaligen Kloster Wittenbergs und erfuhren dort auch von der beeindruckenden Persönlichkeit von Katharina von Bora, der sehr fortschrittlichen Ehefrau Martin Luthers, einer ehemaligen Ordensschwester. Anschließend hatten die Reisenden aus der Braunschweiger Weststadt noch ausreichend Gelegenheit, Wittenberg auf eigene Faust zu erkundigen. Nach diesem eindrucksvollen und informativem Tag fuhren die Weststädter wieder nach Braunschweig zurück und wurden dort unbeschadet von Blitz und Donner empfangen.

Maic Ullmann

Vandalismus am Weststadt-Willkommensschild

In der Donaustraße wurde ein Weststadt-Willkommensschild aus seiner Verankerung gerissen und in ein Gebüsch geworfen. Traurig, traurig. Wer etwas gesehen hat, bitte bei mir melden. Der Bürgerverein Weststadt e.V. wird sich darum kümmern.

Fahrt nach Bremerhaven

BremerhavenMaritime und historische Erlebnisse

In die 230 km entfernte Hafenstadt Bremerhaven fuhr am 16. Juli 2016 eine Weststadtgruppe mit 36 Interessierten. Ausgebucht war diese Tagesreise bereits vier Wochen vor Beginn, ähnlich wie bei der Hamburgfahrt im Sommer 2015. Nach dreistündiger Zugfahrt erreichten wir an der Mündung der Weser die 140.000 Einwohner zählende Seestadt.

Die 1827 durch Johann Smidt gegründete Stadt liegt 55 km nördlich von Bremen und gehört als Exklave zu diesem kleinsten Bundesland. 1920 vereinigten sich die Gemeinde Geestmünde und Lehe zur Stadt Wesermünde. 1938 wurde das Überseehafengebiet der Stadt Bremen zugeordnet. 1947 erfolgte die Umbennung Wesermündes in Bremerhaven und blieb US-amerikanische Zone.

Kriegsbedingte Zerstörungen führten ebenso wie in Braunschweig zu einer zehnjährigen Wiederaufbauphase. Moderne Bauten im Bereich der Großen Kirche (Backsteinbau) und die Fußgängerzone luden zum Flanieren ein.

Aufgeteilt in mehrere Gruppen konnten wir in den „ Havenwelten“ erste Impressionen gewinnen. Anschließend besuchten die meisten das Auswandererhaus, wo eine Fülle von Eindrücken auf uns warteten. Andere ließen sich durch eine Hafenrundfahrt informieren –vorbei an Werften, Dockanlagen, Container-Terminals, Frachtschiffen und Autofähren.

Zu entdecken gab es auch das Columbus-Center, das moderne Klimahaus. Im nahen Hafenbecken lagen u.a. Traditionsschiffe sowie ein U-Boot (1944). Einen exklusiven Panoramablick hatte man vom höchsten Gebäude an der deutschen Nordseeküste, dem 147 m hohen Atlantic Hotel „Sail City“ auf der 20. und 21. Etage (86 m) über die Stadt und das Hafengebiet mit der Weser. Obwohl die maritimen Sehenswürdigkeiten nah bei einander lagen, ist Bremerhaven ein lohnendes Ziel für eine spätere Tagefahrt.

Text: Edmund Heide
Foto: Uwe Rosendahl