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Ideen zum Gelände der ehemaligen Gärtnerei Zobel

Die Stadt will das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Zobel erwerben und bebauen.

Wir phantasieren mal:

Wie wäre es, wenn TU-Institute oder andere Institute hier in die Weststadt einzögen und für gute, interessante Arbeitsplätze sorgten? In Braunschweig ist die Forschung zu Hause. Die Weststadt ist ein großer Teil der Stadt.

Aber selbst wenn das nicht möglich sein sollte, und egal, wer hier bauen wird:

Wir halten es für sehr wichtig, dass in jedem Fall ökologisch gebaut wird! Das kann z.B. durch

Nutzen von Erdwärme und Solarenergie,

intelligente Glasnutzung von Fenstern,

Speichern von Regenwasser und Nutzen des Brauchwassers sowie

Dach- und Fassadenbegrünung

geschehen.

„Das ist viel zu teuer!“ wird manch einer sagen. Es rechnet sich sicher nicht sofort. Aber eines Tages rächt es sich, in dieser Hinsicht sorglos zu planen und zu bauen.

Was das grüne Freiburg für den Südwesten ist – das kann Braunschweig für den Nordwesten sein!

Weststadt-Zentrum

Unser Sadtteil hat ungefähr 23.000 Einwohner in fünf Vierteln. Eine kleine Stadt. Aber die Weststadt hat kein Zentrum, das als solches gekennzeichnet ist. Das möchten wir vom Bürgerverein gern ändern!

Die geografische Mitte der Weststadt ist der Marktplatz vor der Emmauskirche mit dem angrenzenden Einkaufsbereich. Ein Fahrrad-Richtungsschild weist zwar auf die Weststadt hin, nennt aber kein genaues Ziel. Diesen Marktplatz möchten wir gern aufwerten durch

Bänke, die zum Verweilen und Plaudern einladen

ein Merkmal, vielleicht eine Litfasssäule, die die Geschichte des Viertels, seine Internationalität erzählt und Aktuelles verkündet

eine Flaniermeile zum dann neu gestalteten Alsterplatz

ein übersichtliches Straßenverzeichnis

Der Bezirksrat hat unsere Anfrage zu einem interfraktionellen Antrag an die Stadt weitergeleitet

Zusammen mit der Stadtteilentwicklung werden wir weiter daran arbeiten, dass dieses Vorhaben Wirklichkeit wird und damit die Weststadt attraktiver macht.

Bringen auch Sie sich ein und machen Sie Vorschläge, z.B. während unserer Info-Stand-Zeiten immer donnerstags von 10 bis 12 Uhr im Einkaufszentrum an der Elbestraße.

Erkundung des Michaelis-Viertels

Im Juni zogen wir Weststädter entlang der Stadtmauer durch das Michaelisviertel. Die Stadtmauer steht heute als ein kleiner Rest. Dort endete die heutige Güldenstraße. Diese Straße war ein wichtiger Fernhandelsweg Hamburg und Frankfurt. Die Michaeliskirche war ein erster Anlaufpunkt für die Reisenden. Die Händler strichen im Vorübergehen über den Kopf einer Christusfigur, die in die Mauer der Kirche eingebracht war. Das sollte ihnen Glück bringen. Natürlich habe auch ich es getan…

In der Kirche, älter als der Dom, bitteten die Gläubigen in früheren Zeiten zeitweise vor mehr als 10 Altären um die Hilfe und Fürbitten der Heiligen.

So dicht an der Mauer wohnte auf der Echternstraße (echtern/achtern= hinter) auch der Scharfrichter. Es war kein reiches Viertel. Er beschützte auch die Frauen, die einem gefragten Gewerbe nachgingen.

Stobwasser gründete hier eine Lackierwarenfabrik, in der auch kunsthandwerkliche Tabakdosen hergestellt wurden. Eine große Nachfrage der höfischen Gesellschaft gab es danach. Bis zu 100 Menschen arbeiteten dort. Friedrich Ebert wohnte kurzfristig hier.

Ein Wehrgang zwischen Michaelistor und Hohe Tor ist heute noch zu begehen. Der führte unter der Mauer hindurch zur Oker. Von dort griffen die Verteidiger der Stadt mögliche Angreifer an.

Das Michaelisviertel ist heute ein Kleinod. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und wandern hindurch. Es ist ja kein großes Gebiet.