Kategorie-Archiv: Plattdeutsche Teestunde

Jubiläum „op Platt“- mit „Brunswiek Helau!“

Zum 9. Februar, dem Karnevals-Freitag, hatten der Bürgerverein Weststadt und der Kulturpunkt West (KPW) zur „25. Plattdeutschen Teestunde“ eingeladen. Gut, dass die Mannschaft des KPW den Saal hergerichtet hatte, denn am Kamin hätte der Platz für die Besucherschar – viele kostümiert – niemals ausgereicht. Hans-Werner Quast vom Bürgerverein eröffnete die Jubiläums-Veranstaltung mit Dank an das Publikum, die Stadt Braunschweig und den KPW. Dann setzte Jürgen Hodemacher die Narrenkappe auf, und gab – natürlich op Platt – eine kurzweilige Lehrstunde zur Niederdeutschen Sprache und speziell zum Ostfälisch-Braunschweigischen Platt, alles eingebunden in herrliche Beispiele für die Vielfalt und den Ausdrucksreichtum des Niederdeutschen; mit dem Satz „Plattdeutsch ist eine schöne Sprache“ eilte er unter dem Beifall des Publikums davon zur nächsten närrischen Sitzung.
Bezirksbürgermeister Ulrich Römer – ohne Narrenkappe – dankte den Veranstaltern und dem Publikum mit einer kurzen Lesung aus „De plattduitsche Baibel“: Über die Weisheit, aus den Sprüchen Salomo.

Und dann kam „Tramp tau – ein Männerchor aus Bortfeld, der Fahrrad fährt“: 15 Sänger und 2 Musikanten begannen mit „Rolling home“ und alle sangen mit. Dank der Text-Projektionen von H.-W. Quast klappte das Mitsingen auch bei den noch folgenden (Volks-)Liedern. Die Stimmung war hervorragend. Unter großem Beifall des Publikums dankte Frau Porzig, die Leiterin des KPW, H.-W. Quast für diese Veranstaltungsreihe; der gab den Dank mit einer Rose weiter an seine Frau Heide.

Dann kamen die plattdeutschen Vorträge aus dem Publikum: Frau Heydemeyer mit dem Beitrag „Dat Opgebot“, Frau Schaller mit „Predigt för de Katt“, Frau Schulz mit Erlebnissen beim Braunschweiger Karneval, Herr Dohrendorf aus Meine mit Erinnerungen an einen „Maskenball op dem Dorpe“ und Herr Füllekrug mit einem Beitrag „Ball im Ölper Waldhuus“ usw.
Nach weiteren Liedern von „Tramp tau“ zusammen mit dem Publikum folgte „Braunschweig ist schöner als Hannover“ – und da waren, zum Leidwesen aller, die zwei Stunden fast herum.
Zum Abschluß noch mal op Platt: Heide Quast mit „Dat gestohlene Fahrrad“, Herr Dickhut mit einem kurzen Beitrag über Kindersegen und das Schlußwort von H.-W. Quast mit dem Hinweis auf die „26. Plattdeutsche Teestunde“ am 9. November 2018.

Dieter Pawel

20. Plattdeutsche Teestunde

Hans-Werner Quast, Motor der erfolgreichen Reihe, organisierte das umfangreiche Programm schon seit 2005.

Im KulturPunktWest (KPW) wird im Februar und November vom Bürgerverein Weststadt die beliebte und stets gut besuchte Veranstaltungsreihe angeboten. Den erwartungsvollen über hundert Zuhörern wurde in drei Stunden eine abwechslungsreiche Show geboten. Zunächst trat der Shantychor unter der Leitung von Anatol Krug mit bekannten Seemannsliedern auf, so dass man mitsingen und mitschunkeln konnte: St. Pauli und der Hafen, Santiano, Capitano oder Hoch im Norden – überall sah man sich in der Ferne, aber auch nach dem Wunsch in die Heimat.

Wieder einmal zeigten elf Grundschüler aus Flechtorf-Essenrode, dass das Plattdeutsche in unserer Region lebendig gehalten wird. Märchenstücke wie Hänsel und Gretel, Rotkäppchen und Schneewittchen sind durch Lehrerin Monika Lake zum Vergnügen der Anwesenden eingeübt worden. Mit einem lustigen Tanz verabschiedete sich die Kindergruppe, die freiwillig alles vorbereitet hat. Und erhielt kleine Dank-Geschenke vom Bürgerverein.

 

 

Eine weitere Showeinlage boten die vier „S(w)inging´ PETTiCOATs aus Ilsede. Allseits bekannte Lieder aus den 1950er/1960er Jahren führten zu mancher Erinnerung: Von der kleinen Jane, dem Bossa Nova, der Pigalle u.a. waren alle so angetan, dass einige Zugaben unvermeidlich blieben. Alle Akteure erhielten für ihre Darbietungen stets den verdienten Applaus.

Wortbeiträge lockerten die Veranstaltung auf. Vom Fachbereich Kultur zeigte sich Dr. Annette Boldt-Stülzebach erfreut und dankte Hans-Werner Quast als Ideengeber dieser (Weststadt-) Teestunde, die soviel Anklang fand. Ulrich Römer, Bezirksbürgermeister, sah die drei Stunden als „Sternstunde“

Armin Kraft, Propst a. D. unterhielt die Zuhörer mit plattdeutschen Texten, sei es die Predigt oder auch Lieder. Experte für Plattdeutsch ist Rolf Ahlers aus Wendeburg, der bereits darüber etliche Bücher veröffentlicht hat. Er trug mit Beispielen dazu bei, dass diese Sprache unserer Vorfahren bestehen bleibt.

Maic Ullmann, Vorsitzender des Bürgervereins, überreichte zum Abschluss ein Buchpräsent an seinen Vorgänger im Amt, Hans-Werner Quast – verbunden mit prasselndem Beifall als Dank für so viele kurzweilige „Plattdeutsche Teestunden,“.

Edm. Heide

17. Plattdeutsche Teestunde

Pl_Teestunde_17_1Zum bereits 17. Mal fand die beliebte Plattdeutsche Teestunde im gemütlichen Kaminzimmer des Kulturpunkt West mit 62 begeisterten Teilnehmern statt. Neben der musikalischen Begleitung von Fritz und Franz am Akkordeon und den gemeinsamen Gesängen gab es wieder unterhaltsame und nachdenklich Beiträge von Frau Schulz, Frau Schaller, von Frau Lux in schlesischer Mundart, von Herrn Ahlers, Herrn Dohrendorf aus Meine und Herrn Füllekrug, der einen alten Text in Platt mit Weststadt-Bezug umgeschrieben hatte. Heide Quast vom Bürgerverein überreichte Frau Schulz zu ihrem 80. Geburtstag ein Blumenpräsent. Frau Schulz hatte noch nie eine Plattdeutsche Teestunde verpasst! Nach anderthalb Stunden fröhlichen Beisammenseins gingen die Gäste zufrieden nach Hause und können sich schon jetzt auf die nächste Plattdeutsche Teestunde am 14. November um 16 Uhr im Kulturpunkt West freuen!Pl_Teestunde_17_2