Fünf-Viertel – Ein Ganzes? Weststadt-Ausstellung

„Ausstellung – „Fünf Viertel“ eröffnet

Am 1. Juni 2018 eröffnete Dr. Annette Boldt-Stülzebach, Fachbereich Kultur, im KulturpunktWest die Ausstellung „Fünf Viertel, ein Ganzes? – Weststadt Ansichten“. Anregungen bieten diese Kunstprojekte im großen Saal und im Foyer, wenn aus unterschiedlicher Perspektive offensichtlich Bekanntes „in anderer Weise entdeckt“ wird. Bürgermeister Ulrich Römer wies darauf hin, dass es den beiden Künstlern hier vor allem um die Menschen geht, die in diesen Häusern, Anlagen, Straßen täglich leben – ohne dass diese jedoch in den Werken sichtbar werden. Die „Kreativität zu träumen“ – jedes (Wohn-)Gebäude ist wie ein Mensch für ihre Bewohner, hat ein „eigenes Gesicht“ – es ist von den Besuchern nach und nach zu entdecken.

Aufgrund umfassender Sanierungen (Ilmweg) sind die Quartiere in den letzten Jahren mehr und mehr bunter geworden. Maic Ullmann, aufgewachsen in der Weststadt, gestaltete gemeinsam mit Peter Weichert die Ausstellung. Aus den verschiedenen Sichtweisen gilt es die Gedanken zu entwickeln, so Weichert. Dadurch sehen wir unsere gewohnten Räume anders.

Bekanntlich ist die Weststadt seit 2010 in fünf Viertel (vormals Nachbarschaften) aufgeteilt:
Isar-, Elbe-, Rhein-, Ems- und Donauviertel bilden den drittgrößten Stadtbezirk Braunschweigs. Ansichten darüber entwickelten Maic Ullmann und Peter Weichert. Sie führen den Betrachter an sanierten Fassaden der unterschiedlichen Gebäuden entlang.  Soll/kann sich auch in einem noch neuen Stadtteil Identität festmachen? Vermitteln die Bilder „Heimat“?
Collagen aus fotografischen Dokumentationen entstanden, die es so gar nicht gibt (vgl. Titelseite Juni-Ausgabe). Die Bilder werden in Ebenen geschichtet, überlagert, addiert, verstärkt und farbig verfremdet. In den Kunstwerken sieht man keine Menschen – vielmehr steht das Wohnumfeld im Zentrum, wenn auch anders als erwartet.

„Dort, wo die Menschen sind…“ ist auf den Begrüßungsschildern zur Weststadt verzeichnet –
aber gerade die Flächen, Treppen, Eingänge, Anlagen, Ein- und Zugänge weisen auf die Bewohner dahinter hin. Jeder ist aufgefordert, über das „Alltägliche“ in verfremdeter Form zu verweilen.
Edmund Heide, Heimatpfleger

Zu sehen bis zum 03.08.2018

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