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20 Jahre Bürgerverein Weststadt – Jubiläumsfeier

Der Bürgerverein Weststadt in der NDR-Plattenkiste

Im Mittelpunkt der „NDR-1 -Plattenkiste“ stand am 21. April (Di) der Stadtteil Braunschweig-Weststadt aus Anlass des 20jährigen Bestehens des Bürgervereins Weststadt. Eine Führung durch die Studios des NDR am Maschsee informierte die 20erGruppe aus dem drittgrößten Stadtteil der Löwenstadt. In der knapp einstündigen Live-Sendung informierten Edmund Heide (Heimatpfleger und Mitbegründer), Hans-Werner Quast (langjähriger Vors. des Bürgervereins, Stellvertr. Vors.) sowie Maic Ullmann (jetziger Bürgervereinsvorsitzender) über den Bürgerverein. Von den Mitgliedern ausgewählte Musikstücke umrahmten die Sendung.

Weststädter besuchten „Hildesheim 1200“

Der Bürgerverein lud ein und 33 Interessierte nahmen an der 33-minütigen Bahnfahrt in die 815 gegründete Bischofsstadt teil. Kurz vor Kriegsende, am 22. März 1945, sind große Teile der City stark zerstört worden, auch Kirchen wie der (Marien)Dom, aber auch das Rathaus (1268) und das Knochenhauer-Amtshaus (1529). Seit 1970 beherbergt die 100.000 Einwohner zählende Stadt an der Innerste auch eine Universität – mit den Fachhochschulen stieg die Studentenzahl auf fast 10.000 an. Bekannt sind nicht nur die prachtvolle Kirchen, auch das Roemer- Pelizaeus-Museum mit bedeutenden Sammlungen und Spezialausstellungen ziehen Touristen an.

In zwei Gruppen galt es, einige Standardattraktionen aufzusuchen – was bei relativ mildem, trockenem Aprilwetter und bei entsprechender Erwartungshaltung nicht schwer fiel. Begonnen hatte der Rundgang am Marktplatz mit dem (Rolands-)Brunnen und dem Rathaus sowie prächtigen Zeugen der spätmittelalterlichen Baukunst. Das kriegsbedingt vernichtete Knochenhauer-Amtshaus ist 1990 in jahrelanger Zimmermannskunstarbeit wieder aufgebaut worden. Doch auch das Bäckerhaus und das Tempelhaus vermitteln eindruckvoll, was Hildesheim ausmacht(e). Unesco-Weltkulturerbe ist bereits seit 1985 außer dem Dom auch die St. Michaeliskirche (Abdruck auf Zwei-Euro-Münze), die wir bewundern konnten. Mit 114,5 m ist der Turm der Andreaskirche der höchste in Niedersachsen. Nach jahrelanger Restaurierung ist nun der Dom des Bistums Hildesheim für jedermann zugänglich.

Die bekannten Bischöfe Bernward (993 – 1022) sowie sein Nachfolger Godehard (bis 1038) zählen zu den prägendsten Kirchenführern ihrer Zeit. Mit den Bronzetüren und der bronzenen Christussäule Bernwards sowie dem allseits berühmten 1000-jährigen Rosenstock vermittelten die Stunden in Hildesheim weitere Impressionen. Seit 1200 ist der Altstadtkern mit einem geschlossenen Mauerzug umgeben, deren gut erhaltene Reste wir ebenfalls sahen. Wurde die Reformation in Braunschweig bereits 1528 durch den Theologen Johannes Bugenhagen eingeführt, so geschah das hier im Jahre 1542. Heute zählen 28 % zur kath. Kirche, in Braunschweig sind es ca. 14 %. Namensgeber der Stadt ist der germanischer Hofbesitzer „Hiltwin“. Über die wichtige Landstraßenverbindung B 1 wird die 1200 Jahre alte Ansiedlung nach ca. 45 km von der Löwenstadt aus erreicht. Ein Besuch lohnt sich immer – im ganzen Jubiläumsjahr gibt es ein umfangreiches Programm. Die kürzlich erschienene 62er Briefmarke erinnert an „Hildesheim 1200“.

ww.w.bistumsjubilaeum-hildesheim.de    

Edm. Heide, Heimatpfleger

Weihnachtsmarkt Weststadt 2014

Fotos: Stefan Attmann und Rico Schwertner